Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Sabaoth! Es verlangt…
Orthodox
Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Sabaoth! Es verlangt und schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des Herrn; mein Herz und mein Fleisch frohlocken in dem lebendigen Gott! Denn der Sperling findet sein Haus, und die Turteltaube ihr Nest, in dem sie ihre Jungen birgt: Deine Altäre, Herr Sabaoth, mein König und mein Gott! Selig, die da wohnen in deinem Hause, in die Ewigkeiten der Ewigkeiten werden sie dich loben. Selig der Mann, dessen Stärke in dir ist; Pfade erwägen sie im Herzen. Ziehet er auch durch das Thal der Thränen, er macht es quellenreich, und ein Frühregen decket es mit Segen. Sie gehen von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Sion. Herr, Gott Sabaoth, höre auf mein Gebet, vernimm es, Gott Jakobs! Unser Schild siehe, o Gott, und blicke auf das Angesicht deines Gesalbten. Denn Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser, als sonst tausend. Viel lieber will ich an der Schwelle harren im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten der Frevler. Denn Sonne und Schild ist Gott, der Herr, Huld und Ehre verleiht der Herr, er versagt Glück nicht denen, die in Unschuld wandeln, Herr Sabaoth, Heil dem Menschen, der auf dich vertraut!
Quelle: Maltzew, Die Liturgien, Berlin 1894