Meine Worte vernimm, o Herr, merke auf mein Schreien. Achte auf…
Orthodox
Meine Worte vernimm, o Herr, merke auf mein Schreien. Achte auf die Stimme meines Flehens, mein König und mein Gott. Denn vor dir will ich anbeten, o Herr; in der Frühe höre auf meine Stimme. In der Frühe werde ich vor dir stehen und aufschauen; denn du bist nicht ein Gott, der das Unrecht will. Nicht weilet bei dir der Böse, noch bestehen die Ungerechten vor deinen Augen. Du hassest Alle, die Böses thun, vernichtest Alle, die Lug reden; den Mann des Blutes und Truges verabscheut der Herr. Ich aber, in der Fülle deiner Gnade, ich will eingehen in dein Haus, anbeten gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht. Führe mich, o Herr, in deiner Gerechtigkeit; um meiner Feinde willen richte deinen Weg vor mir. Denn in ihrem Munde ist keine Wahrheit; ihr Herz ist eitel; ein offenes Grab ist ihr Schlund; mit ihren Zungen schmeicheln sie. Richte sie, Gott, damit sie fallen durch ihre Rathschläge; ob der Menge ihrer Verschuldungen stürze sie, denn sie haben dich, Herr, erbittert. Aber freuen werden sich Alle, die auf dich trauen; sie werden in Ewigkeit fröhlich sein, und du wirst in ihnen wohnen, und sie werden frohlocken in dir, die deinen Namen lieben. Denn du, o Herr, wirst segnen den Gerechten: wie mit einem Schilde krönest du ihn mit deiner Gnade.
Quelle: Maltzew, Die Liturgien, Berlin 1894