Gnade und Recht will ich singen, dich, o Herr, lobpreisen. Ich…
Orthodox
Gnade und Recht will ich singen, dich, o Herr, lobpreisen. Ich will Acht haben auf den unbefleckten Weg, „wann wirst du zu mir kommen“? Ich will in der Unschuld meines Herzens wandeln inmitten meines Hauses. Ich will nicht vor meine Augen stellen eine ungerechte Sache, will die Missethäter hassen. Es soll mir nicht verbunden sein ein verkehrtes Herz; den Bösen, der von mir abweicht, will ich nicht kennen. Wer da heimlich seinen Nächsten verleumdet, den treibe ich hinaus. Mit dem stolzen Auge und dem unersättlichen Herzen, mit dem will ich nicht essen. Meine Augen blicken auf die Treuen im Lande, auf dass sie bei mir sitzen; der da wandelt auf untadligem Wege, der soll mir dienen. In meinem Hause soll nicht wohnen, wer Trug übt; wer Lügen redet, gedeihet nicht vor meinen Augen. Frühe will ich tödten alle Frevler im Lande, um auszurotten aus der Stadt des Herrn alle Uebelthäter.
Quelle: Maltzew, Die Liturgien, Berlin 1894