Ich steh an deiner Krippe hier
Evangelisch (Landeskirche)
Ja, Herr, da stehe ich
in Bethlehem
in deiner Stadt im Haus des Gebetes
und schaue dich an:
Deine Größe in deiner Winzigkeit
Deinen Reichtum in deiner Armut
Dein Licht in deiner Nacht
Deinen Thron in deiner Krippe
Deinen Tod in deiner Geburt
Dich, Herr, in diesem Kind.
Und ich schaue dich an:
wie du dich freust
wie du liebst
wie du dich mir entgegenstreckst
wie du mich ansiehst
und da - getroffen von deinem Blick –
schaue ich weg
schaue ich um mich
schaue ich hinter mich
schaue ich in mich hinein
und sehe: ungeborenes Leben!
Es schreit nach Geburt
es schreit nach Erweckung
es schreit nach Auferstehung
es schreit nach Licht und nach Leben
Du, Herr,
rufst, was nicht ist, dass es sei –
Du schaffst Neues
Du nimmst mich in deine Hände
Du gibst mir einen Namen - deinen Namen –
einen neuen Namen,
den nur du kennst und ich
So schließt du dich mir auf,
so machst du mich zu deiner Krippe,
so darf ich dein Haus sein,
dein Bethlehem,
dein Tempel:
„So lass mich doch dein Kripplein sein,
komm, komm und lege bei mir ein,
dich und all deine Freuden.“
Quelle: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern